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Mit Stichtag März haben wir uns dazu entschlossen, ab sofort unser Igeljahr vom 01.01. bis 31.12. laufen zu lassen. Zwar trotzdem wieder fast mitten im Jahr, aber wir fangen gleich mit unseren Märzzugängen damit an.
 
 
#2010/01 - Aaron aus dem Landkreis Celle (Fundort bekannt)
 
Er wurde zusammen mit Bruno bei kommunalen Bauarbeiten ausgebuddelt. Am 08.03. wurden wir angerufen und die beiden Igelchen zu uns gebracht.
 
Aaron wiegt 314g und hustet.
 
Er ist zwischenzeitlich -Mitte April- mit über 700g in's Trainingslager gezogen.
 
Aaron und Bruno wurden am 01.05. zusammen mit Malfoy in Winsen ausgewildert.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
#2010/02 - Bruno aus dem Landkreis Celle (Fundort bekannt)
 
Er wurde ebenfalls am 05.03. unsanft aus dem Winterschlaf geholt und nach dem Wochenende zu uns gebracht, er wiegt 343g.
 
Bruno wiegt Mitte April über 700g. Er kann noch nicht in's Trainingslager, da sein Husten noch behandelt wird.
 
Er wurde mit Aaron und Malfoy zusammen am 01.05. in Winsen ausgewildert.
 
 
 
 
 
 
#2010/03 - Charles Dickens aus Celle
Am 06.03. wurde er in Celle auf einem Parkplatz gefunden. Im (leider ungeheizten) Keller wurde er eine Woche versorgt und als die Nachbarn sich über den Geruch beschwerten, wurde Charles zu uns gebracht.
 
Nicht nur die unter Euch die uns schon mal besucht haben wissen, wie teuer und arbeitsintensiv Igelpflege ist. So sind wir zwischenzeitlich gezwungen, den Finder um eine Futterspende zu bitten. Wir würden uns auch riesig über eine (Teil)-Patenschaft freuen. Es müssen ja nicht die vollen 15 Euro sein die ein einziger Igel pro Monat kostet. Jeder Cent hilft.
Jedenfalls wurde auch die Finderin von Charles Dickens um eine Spende gebeten. Die gute Frau holt ihr Portemonnaie aus der Tasche, machte es auf, schaute hinein, machte es zu, steckte es weg und verabschiedete sich. So kann man es also auch machen.....
 
Charles zog am 12.03. ein und wog 294g. Viel zu wenig für einen kalten Kellerraum.
Nachdem er von Flöhen und Unmengen Zecken befreit wurde, konnte er in seine Unterkunft einziehen. Er frisst gut und wir suchen nun einen chemiefreien Garten in dem er im Frühjahr ausgewildert werden kann.
 
Er wurde Mitte Mai ausgewildert.
 
 
 
#2010/04 - Dennis aus Winsen
Am 13.03. erhielten wir einen Anruf, daß ein torkelnder Igel im Garten gesichtet worden war. Eine Stunde später ist er bei uns eingezogen.
 
Dennis ein ein älteres Männlein. Draußen gibt es noch kein Futter und die Temperaturen sind noch zu niedrig, deshalb haben wir ihn aufgenommen. Er darf wieder in seinen Fundgarten zurück.
 
Am 02.05.10 war es soweit, Dennis hat seinen Garten in Winsen wieder in Beschlag genommen.
 
 
 
 
 
 
 
#2010/05 - Emmed aus Wietze
 
Erzog am 08.04.10 bei uns ein, nachdem er den Winter über in Wietze bei seinen Findern verbracht hat. Es hat den Anschein, daß er dort in einem ca. 40x40cm Karton seine Zeit verbringen musste. Zumindest hat er den Spuren nach zu urteilen längere Zeit in diesem engen Ding gelebt.
 
Seine Finder konnten ihn nicht länger behalten und so ist er zu uns gekommen, hier ist er im Trainingslager und sobald die Temperaturen und das Nahrungsangebot stimmen, kann er entlassen werden.
 
Am 02.05.10 ist er zusammen mit Nick und Mrs. Norris in Winsen ausgewildert worden.
 
 
 
 
 
 
#2010/06 - Feodora aus Meißendorf
 
Am 15.04.10 wurde sie uns gebracht. Sie war in einem Garten in der Nachbarschaft gefunden worden, zusammen gekugelt und ein Hinterbein hing ziemlich unnatürlich heraus.
 
Wir hatten sowieso eine Verabredung beim Tierarzt, da Paul eine Fußverletzung hat, die Kaninchen Freddy und Glammy geimpft werden mussten und das rote Katzentrio scheinbar an Pilz erkrankt ist, also nahmen wir sie gleich mit.
Wie erwartet konnten wir gar nicht viel machen, weil Feodora sich nicht ausrollte. Erkennen konnten wir nur, daß sie Bisswunden am Hinterbein hat und es den Anschein hat als hätte sie dort ein Hund erwischt und ordentlich gezerrt.
 
Dort wo sie gefunden wurde, hat sie offensichtlich auch überwintert. Und wir staunten nicht schlecht, als wir eine Markierung entdeckten. Feodora ist einer der Igel die im vergangenen Jahr von uns ausgewildert wurde. Überwintert hat sie 100m Luftlinie von uns :-)
 
Gleich am ersten Abend war sie sehr mobil, gefressen hat sie aber leider noch nicht.
Wir konnten sie sogar beim Laufen beobachten. Es hat sich herausgestellt, daß sie mit dem linken Hinterbein nicht richtig auftreten kann und das rechte Hinterbein hinterher schleift. Sie wird jetzt erst einmal mit Medikamenten behandelt und wir hoffen, daß sich alles wieder "einrenkt".
 
01.05. - ob Feodora durchkommt steht noch immer in den Sternen. Ihr Bein ist arg entzündet, sie frisst sehr schlecht. Aber kämpft um ihr Leben, und so geben auch wir den Kampf um sie nicht auf.
 
 
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Update Juni
 
Feodora hatte zwischenzeitlich entschieden, die häßliche Wunde behandeln zu lassen. Sie hat auch sehr gut gefressen und 200g zugenommen.
Leider zeigte sich keinerlei Besserung was die Benutzung ihres Hinterbeins anging, sie schleifte es nach und verletzte dadurch die Zehen. Eine erneute Untersuchung beim Tierarzt ergab, daß sie eine Kniegelenksversteifung hatte - das Bein wurde amputiert.
Wir hatten die Hoffnung, daß Feo jetzt der Weg frei gemacht war um richtig gesund zu werden, aber leider starb sie eine Woche nach der OP.
 
Das Mädchen hatte so doll gekämpft und letztendlich doch verloren, wir sind sehr traurig.
 
 
 
#2010/07 - Georg
 
Er wurde am 09.05. am helligten Tag mitten auf dem Rasen gefunden und keine zwei Stunden später war er bei uns.
 
Georg zitterte stark,nach Medikation hörte das bald auf. Nachts blieb alles ruhig, am Morgen drauf fraß er ein wenig.
Mittags bekam er plötzlich massive Atemprobleme, leider ist er kurz darauf gestorben.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Am 16.05. wurde uns von einem Tierarzt eine Amsel übergeben.
 
Sie hatte sich ein Bein gebrochen und war schon verarztet worden.
 
Leider ist sie auf dem Weg nach Soltau in die Wildtierstation gestorben.
 
 
 
 
 
 
 
 
#2010/08 - Herzchen aus Südwinsen
 
Am 27.05.10 zog sie bei uns ein, wog 677g.
 
Herzchen hat einen undefinierbaren Abzess zwischen den Vorderbeinen, der ihr das Gehen sehr schwer macht.
 
Er wurde am 02.06. wegoperiert. Die Wunde heilt im Moment äußerst schlecht, aber sie frißt zum Glück gut.
Bitte Daumen drücken!!!
 
Stand 26.06.: die Wunde hat sich nun endlich gefügt und heilt gut. Herzchen sieht allgemein viel besser aus.
 
Am 17. Juli konnten wir sie wieder in ihren Garten zurück bringen.
 
 
Leider währte ihr Glück nicht lange. Etwa 3 Wochen nachdem sie ausgewildert wurde, rief uns die Gartenbesitzerin an. Herzchen schien es schlecht zu gehen, sie atmet seltsam.
Wir holten sie ab und es stellte sich heraus, daß sich wieder ein Abzess gebildet hatte. Dieser drückte von innen offensichtlich gegen die Organe, Herzchen bekam sehr schlecht Luft. Wir stellten sie unserem Tierarzt vor und kamen zu dem Schluß, daß wir ihr nicht mehr helfen konnten. Es blieb nur, sie einzuschläfern.
 
 
 
#2010/09 - I-Tüpfelchen aus Meißendorf
 
Am 13.06. erreichte uns spät abends ein Anruf. Es war ein Igel "mit geplätteter Nase" und torkelnd im Garten gefunden worden. Bei schwachem Taschenlampenlicht ließ sich nur erkennen, daß mit der Nase etwas nicht stimmt. Wir nahmen den Stachelritter erst mal mit.
 
Zuhause haben wir dann bei einer eingehenden Untersuchung das ganze Ausmaß erkannt.
I-Tüpfelchen hatte einen Striemen entlang der linken Körperseite und die Nase war halb abgetrennt. Sie war den Wunden nach zu urteilen offensichtlich Opfer eines Rasentrimmers geworden.
 
Die Erstversorgung sah so aus, daß sie ein Schmerzmittel und Antibiotikum bekam und da es ihr mit der Schnauze absolut unmöglich war selber zu fressen, hat sie noch unterstützend ein Aufbaumittel gespritzt bekommen.
 
 
Die Nase war dermaßen "im Eimer", daß sie nicht einmal Matschepampe schlürfen konnte und auch eine Fütterung per Spritze war undenkbar. Das Atmen war schon äußerst anstrengend, da beide Nasenlöcher böse verletzt waren.
 
Am nächsten Tag wurde sie sicherheitshalber unserem Tierarzt vorgestellt der unsere Meinung unterstützte: sie hat eine Chance, diese schlimme Verletzung zu überstehen.
 
Stand 26.06.: die Schnauze sieht sehr viel besser aus. Es ist immer wieder erstaunlich wie kooperativ die meisten Igel bei der Versorgung ihrer teils schrecklichen Wunden sind, so auch I-Tüpfelchen. Wir müssen da teilweise mehrmals täglich ran, was für die Tiere nicht immer angenehm ist.
Sie frisst nun auch seit einiger Zeit selbständig wobei wir hier immer noch ein Auge drauf haben müssen, weil sie zuweilen einfach den Napf nicht findet.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
04. August
I-Tüpfelchen ist immer noch bei uns. Ihre Nase macht sich prächtig, aber ein Nasenspiegel heilt eben nicht ganz so schnell ab wie eine normale Hautwunde.
 
4 Wochen später war es soweit, das Igelmädchen konnte als geheilt und propper-rund ausgewildert werden.
 
 
 
 
 
Die kleine Drossel wurde am 20.06. von der Hauskatze in die Wohnung gebracht, zum Glück war sie nicht verletzt.
 
Wir haben sie zur fachmännischen Aufzucht und Auswilderung nach Soltau gebracht.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Wenn man mal ausschlafen könnte, kommt es ganz anders :-)
 
Am 27.06. kam früh morgens ein Anruf. Ein Steinmarderkind steckte in der Regenrinne fest und da diese Regenrinne unter dem Terassendach in praller Sonne war, wurde es schnell ungemütlich für den Kleinen.
 
Einige Telefonate später war das Rettungsteam zusammen. Ein mit dickem Handschuh ausgestattete Feuerwehrmann hat den Marder aus der Rinne gefischt und in unsere große Falle gesteckt.
Mit der Fracht bin ich dann nach Soltau gefahren um den Knirps in Fachhände zu übergeben. Von dort aus wird er in Kürze ausgewildert.
 
 
 
 
 
Der 09. Juli brachte wieder einen gefiederten Gesellen.
 
Das Kerlchen war mitten in einer Wohnsiedlung auf einer Terrasse aufgetaucht. Wir tippten zwar auf einen Taucher, da wir sie aber nur auf dem Wasser und aufgeplustert kennen, waren wir leicht verunsichert.
 
Also eingepackt und auf die Reise nach Soltau gemacht. Dort wurde uns bestätigt, daß es sich um einen erwachsenen Zwergtaucher handelt.
Nun denn, wir waren jetzt immerhin schlauer und wir wussten auch schon, wo der ideale Auswilderungsort für das Kerlchen war ....... auf dem Hüttensee, wo er schnell passende Gesellschaft finden würde.
 
 
 
 
 
 
Dieses herzige Eichhörnchen fand am 13. Juli seinen Weg zu uns.
 
Es war offensichtlich aus dem Nest gepurzelt und wurde von aufmerksamen Mitbürgern dabei beobachtet, wie es alleine in der prallen Sonne unterwegs war.
 
Wir brachten es noch am selben Abend bei Patrizia unter, die sich mit Eichhörnchenkindern auskennt. Leider entwickelte es sich nicht so gut wie wir alle gehofft hatten, seinem Verhalten nach zu urteilen muß er auf den Kopf gefallen sein.
Er musste wenige Tage später erlöst werden.
 
 
 
 
 
 
 
#2010/10 - Janosch aus Winsen
 
Am 14. Juli wurden wir morgens angerufen der im Garten umher lief und etwas über dem Auge hat das dort nicht hingehört. Wir waren sowieso gerade auf dem Weg zum Tierarzt, weil das Katzentrio Kastrationstermin hatte, so haben wir Janosch gleich mitgenommen.
 
Sein Auge wird erst einmal medikamentös behandelt, dann schauen wir weiter. Soweit macht er sich gut. Er frisst toll und hat einiges zugenommen.
 
 
 
 
04.08. - heute war OP-Termin. Obwohl es anfangs so aussah, war sein Auge letztendlich nicht mehr zu retten.
 
 
Janosch konnte am 24.08. in seinem Garten wieder ausgewildert werden.
 
 
 
Wir staunten nicht schlecht, als am 22. Juli abends zwei junge Männer vor der Tür standen und uns eine Gelbwangenschildkröte entgegen hielten. Sie hatten sie auf einem Feldweg in Meißendorf gefunden.
 
Über Nacht haben wir sie in einem Wasserbasin mit Landteil untergebracht. Sie blieb die ganze Zeit über im Wasser. Tags drauf haben wir sie Annette übergeben die so lieb war, die Schildkröte in die Wildtierstation zu bringen.
 
Solche Fälle zeigen wieder einmal, wie rücksichts- und verantwortungslos so mancher Tier"freund" mit seinem Tier umgeht. Die Gelbwangenschildkröte ist eine Sumpfbewohnerin, d.h. sie braucht ein großzügiges Wasserbecken mit Landteil. Sie werden gerne als kleine, niedliche, bunte Schildkrötchen für wenig Geld verscherbelt. Nicht jeder Käufer ist sich im Klaren darüber, wie groß und alt sie werden kann.
 
Wenn man ein Tier nicht mehr halten kann oder will, warum sehen viele Menschen nur den feigen Weg, das Tier auszusetzen? Im Fall dieser Schildkröte ist ganz klar, daß sie nicht in unsere Fauna gehört, im Überlebensfall sogar Schaden anrichten kann.
 
Es gibt genügend Stellen an die man sich wenden kann, wenn man keinen Ausweg mehr sieht. Den Findern ein Danke für die Rettungsaktion.
 
 
 
 
#2010/11 - Kurti Knubbel aus Celle
 
Er stieß am 19.07. zu uns, er wog prächtige 891g.
 
Kurti war schon eine ganze Weile in einer Tierarztpraxis in Pflege. Wir wurden gefragt ob wir ihn übernehmen, er hätte nur noch eine kleine Stelle an der Nase.
 
Die kleine Stelle stellte sich heraus als ein Loch im Oberkiefer. Die Wundränder waren noch nicht abgeheilt, deshalb muß Kurti noch eine Weile bei uns bleiben. Die Gefahr, daß sich Fliegen an der Wunde auslassen wäre zu groß.
 
Am 06. September konnte er mit 1.116g seiner Wege gehen. Er hielt sich noch eine ganze Weile in unserem Garten auf und wir dachten schon, daß er sich in unserem Blumenbeet einrichten will. Eine Unterkunft die wir ihm dort anboten nahm er auch an, war dann aber einige Tage später verschwunden. An der Futterstelle tauchte er noch einige Male auf, dann war er fort.
 
 
 
 
#2010/12 - Linda aus Celle
 
Was mit Linda passiert ist, hat uns umgehauen.
 
Sie wurde am 25.07. mit blutender Nase am Straßenrand gefunden und kam am 30.07. zu uns - eigentlich nur für das Wochenende, aber nun bleibt sie bei uns bis wir sie zur Auswilderung ihren Findern wieder zurück geben können.
 
Die Finder brachten Linda zu einem Tierarzt (Name bekannt) um sie untersuchen und versorgen zu lassen. Dieser Tierarzt hat alles falsch gemacht was nur falsch zu machen geht und hat dadurch um ein Haar ihr Leben auf's Spiel gesetzt.
 
Linda wurde als männliches Tier identifiziert. Von dem Tierarzt.
Linda bekam Flohpuder gegen den Flohbefall. Das geht gar nicht, liebe Tierärzte!! Ausschließlich Spray und hier kann man auch nicht jedes nehmen. Wir haben uns auf ein Läusespray (ja, Läuse) aus der Apotheke eingeschossen, da es auch von schwachen und kleinen Igeln gut vertragen wird.
Linda bekam eine Spritze gegen Würmer. Gängig ist immer noch, einen Igel sofort und ohne die kleinste Rücksicht auf seine körperliche Verfassung und schon ganz und gar ohne vorherige Kotprobe gegen Lungenwürmer zu spritzen. Leider ist zu den allermeisten Tierärzten immer noch nicht durchgedrungen, daß ein angeschlagener oder junger Igel durch diese Spritze schnell umgebracht wird.
 
Dem Gesetz nach muß sich jeder der sich um Igel kümmert, mit diesem Fach auskennen. Für Tierärzte gilt das offensichtlich nicht, hier werden Jahr für Jahr unzählige Igel unsinnigerweise umgebracht.
 
Wie dem auch sei, nach dieser falschen Behandlung zog Linda in einen Meerschweinkäfig um. Tags drauf hatte sie 6 Babies. Merke: der Tierarzt hatte sie als männlich ausgemacht. Die Familie wurde nun in ein Gehege in den Garten umgesetzt. Die Absicht war gut, nur sollte man eine dermaßen angeschlagene junge Mutter nicht noch durch zusätzliche Maßnahmen stressen. 5 Babies starben sofort, was nach der Entwurmungsspritze niemanden wundern sollte. Ende der Woche, am 30.07., starb auch das sechste Baby. Erst dann riefen uns die Finder an, weil sie sich Sorgen machten. Linda hatte nämlich die ganze Woche über kaum gefressen. Zudem stand ein Wochenendausflug an und der Sohn sollte sich derweil um den Igel kümmern.
 
Wir rieten der Familie, Linda sofort zu uns oder zu einem igelkundigen Tierarzt zu bringen damit sie mit Aufbaumitteln gezielt versorgt werden kann und wir boten an, daß wir sie das Wochenende über pflegen. Einen Tierarzt haben wir genannt.
Eine Stunde später ging wieder das Telefon, die Familie war tatsächlich bei dem empfohlenen Tierarzt (uns fiel ein Stein vom Herzen!!) und sie wollten unser Pflegeangebot annehmen.
 
Als wir Linda eingehend untersuchten haben wir festgestellt, daß sie nach der einen Woche immer noch Flohpuder an den Stacheln hatte. Ihr linkes Vorderbein war verdreht und sie hatte eine Schürfwunde am Mäulchen. Wir gaben ihr einige Tage lang Schmerzmittel und mussten sie in den ersten Tagen mit Aufbauspritzen am Leben halten. Nachdem sie gut eine Woche bei uns war, hat sie zaghaft angefangen zu fressen und so konnten wir die Spritzen reduzieren und schließlich absetzen.
Manche Igel sind mit dem Futter arg wählerisch, hier muß man einfach die ganze Palette durch probieren. Linda hat sich ausgerechnet für die teuren kleinen Dosen entschieden, Paté zu 49 Cent pro Döschen. Aber sie frisst und hat sehr gut zugenommen. Nun hoffen wir, daß ihr Bein ausheilt, denn dann kann sie wieder in die Freiheit entlassen werden.
 
Am 4. September ging es Linda so gut, daß sie in das Trainingslager umziehen konnte und für die Freiheit fit gemacht zu werden. Mitte September konnte sie ausgewildert werden.
Die Finder hatten plötzlich kein Interesse mehr an ihr, wir hatten mehrmals dort angerufen und warten bis heute auf einen Rückruf. Für Linda ist das blöd, denn es ist immer besser wenn ein Igel am Fundort ausgewildert werden kann.
 
 
 
#2010/13 - Mr. Buddy aus Hambühren
 
Mr. Buddy wurde am 17.08. gefunden und wurde uns tags drauf vorbei gebracht. Wenn er sich zusammen rollte, steckte ein Bein heraus.
 
Nachdem wir ihn untersucht hatten stellte sich heraus, daß sein linkes Hinterbein einen offenen Trümmerbruch erlitten hatte. Der Wundkruste nach zu urteilen war der Unfall bereits einige Tage zuvor geschehen.
 
Er bekam Schmerzmittel und die Wunde wurde so gut es ging versorgt. Zwei Tage später hatten wir einen Termin beim Tierarzt, eigentlich um das Bein amputieren zu lassen.
Unter der Narkose stellte sich jedoch heraus, daß die Verletzung schon Schäden bis oberhalb der Hüfte angerichtet hatte, leider wäre ihm mit einer Amputation nicht geholfen gewesen. Es blieb nur, ihn einzuschläfern.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
#2010/14 - Nora aus Walsrode
 
Das Igelmädchen wurde uns am 24.08. abends gebracht nachdem die Finder sie bereits 1 1/2 Wochen versorgt hatten. Sie hat einige "warzige" Stellen im Gesicht und ist ausgemergelt.
 
Die Erstuntersuchung hat ergeben, daß sie eine offene Wunde unter dem Kinn hat. Das wurde erst einmal versorgt und nun schauen wir was die nächsten Tage bringen.
 
 
01.09. - wir haben Nora heute mit unserem Tierarzt besprochen, denn nachdem sie gut fraß und zunahm hat sie in den letzten beiden Tagen massiv abgenommen, kaum gefressen, weitere Auswucherungen bekommen und Atemprobleme kamen dazu.
Wir entschlossen uns schweren Herzens, sie zu erlösen.
 
 
 
 
 
#2010/15 - Oswald aus Meißendorf
 
Am 28.08.10 klingelte es morgens bei uns. Vor dem Tor stand ein junges Paar das einen Igel auf der Straße gefunden hatte. Er lag auf der Seite und blutete aus dem Schnäuzchen.
 
Die Erstuntersuchung ergab, daß er keine äußerlichen Verletzungen hatte, aber er alles sah nach massiven inneren Verletzungen aus und er bekam kaum Luft. Hier schien uns jede Hilfe zu spät zu kommen.
Wir fuhren sofort zum Tierarzt der unsere Vermutung bestätigte, wir konnten Oswald nur weiteres Leiden ersparen.
 
 
 
Vielen Dank an die Finder, sie haben keine Zeit verloren und den Igelmann gleich nach dem Finden zu uns gebracht. Durch das schnelle Handeln wurde ihm ein qualvolles Ende erspart.
 
 
 
 
 
#2010/16, 17, 18 - Petra, Quirlchen + Rosi aus Hohne
 
Die Zwerge wurden am 30.08. gebracht, nachdem sie zwei Tage vorher auf dem Hof gefunden wurden. Da ein überfahrener großer Igel in der Nähe gefunden wurde liegt der Verdacht nahe, daß es sich dabei um die Mutter gehandelt hat.
 
Die Kleinen wiegen 151g, 163g und 169g. In unseren Breitengraden werden Igelbabies bis in den September hinein geboren. Das Trio kann noch in diesem Herbst ausgewildert werden.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
#2010/19 - Sibille aus Hohne
 
Der 31.08. brachte einen Anruf aus Hohne. Es war noch ein Igelbaby gefunden worden, eindeutig ein Geschwister des blonden Trios. Dieses kleine Kerlchen wog nur 102g.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Hier die vereinten Geschwister - das blonde Quartett
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Update 13.09.10: Petra und Rosi sind Ende letzter Woche in das Freigehege umgezogen, Sibille und Quirlchen sind ihnen heute gefolgt. Zum kommenden Wochenende sollten wir einige von ihnen schon auf freien Fuß setzen können.
 
Sibille konnte am 08. Oktober mit Frederik und Emil in Bergen ausgewildert werden, die Bande wird noch zugefüttert solange sie es annehmen.
 
 
 
#2010/20 - Tessa aus Meißendorf
 
Es war früher Nachmittag als es bei uns klingelte.
 
Eine Dame brachte Tessa vorbei, das Mädel war übersäht mit Fliegeneiern und -larven. Priorität war erst einmal, die Plagegeister zu entfernen. Auch im Mäulchen hatte sie Eier, das machte uns große Sorgen.
 
Leider war Tessa schon zu schwach um eine Chance zu haben, in der Nacht starb sie.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
#2010/21, 22, 23 - Ulf, Valerie und Wilfried aus Meißendorf
 
Das Trio wurde am 11.09.10 am späten Nachmittag vorbei gebracht. Es hieß, daß sie von einem Hund ausgebuddelt worden waren.
 
Die Geschichte scheint uns nicht ganz schlüssig. Warum? Ganz einfach: ein Hund der nachweislich Igel nicht mag, buddelt kein Nest aus um die Babies unverletzt zu lassen.
Es dürfte sich vermutlich eher so zugetragen haben, daß die Babies ganz woanders her kommen oder der Hund bereits Mutter und Geschwister getötet hat, diese drei aber gerettet werden konnten.
 
Sie sind trotz ihrer erst ca 2,5 Wochen erstaunlich selbständig und wiegen jeder exakt 97g.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ulf und Valerie konnten am 14. Oktober in der Südohe ausgewildert werden. Sie sind dort frei, werden aber noch zugefüttert.
 
 
 
#2010/24 - Xena aus Hornbostel
 
Am Vormittag erreichte uns ein Anruf einer unserer Tierärzte, dort war just ein kleines Igelchen abgegeben worden. Die kleine Xena wiegt 77g und lag auf dem Hof seiner Finder.
Unmittelbar nach dem Fund wurde das kleine Mädchen beim igelkundigen Tierarzt abgegeben, so muß es sein um dem Stachelritterchen die bestmöglichen Überlebenschancen zu geben.
 
In der Mittagspause hab ich sie beim Tierarzt abgeholt, hier war sie warm gehalten und mit Flüssigkeit versorgt worden.
Ihre Augen sind noch geschlossen, sie ist also noch keine 2 Wochen alt. Es kann gut sein, daß ihrer Mutter etwas geschehen ist, denn ein dermaßen junges Igelkind dessen Augen noch geschlossen sind, wandert normalerweise noch nicht alleine umher.
Die Finderfamilie hält die Augen offen, eventuell taucht noch ein Geschwisterchen auf.
 
Als wir sie zuhause hatten, hat Xena erst einmal die Flasche bekommen. Sie hatte gut Hunger und nahm die seltsame Ersatznahrung super an. Wir haben sie mit dem Trio aus Meißendorf zusammen untergebracht und da die drei schon anfangen ihre Milch vom Teller zu schlabbern, steht dort in der Unterkunft immer ein Schälchen mit Milch-Dosenfutterpampe. Xena hat sich gleich an dem Tellerchen zu schaffen gemacht.
Erstaunlich, wie selbständig die Igelbabies in diesem Jahr schon sind, obwohl ihr vermutetes Alter das nicht vermuten lassen würde.
 
 
Auch Xena konnte am 14. Oktober in die Südohe umziehen.
 
 
 
#2010/25, 26, 27, 28, 29, 30 -
Ysop-Mecki, Zeta-Stumpi, Agneta-Strolchi, Berta-Mausi, Claus-Goldie, Dagmar-Nicki aus Meißendorf
 
Da staunte Muttern nicht schlecht, als gleich 6 kleine Igelkinder gebracht wurden.
Sie wiegen 88 - 128g und sogar der Zwerg in der Truppe frisst schon selbständig!! Unglaublich!!!
 
Sie waren vormittags auf dem Grundstück ihrer Finder aufgetaucht, zwei hatten massiv Durchfall.
 
Die Doppelnamen sind übrigens entstanden, weil wir uns ja am Alphabet orientieren, die Finder aber schon Namen für die Zwerge hatten. Diese Namen übernehmen wir natürlich immer gerne.
 
 
Die gesamte Truppe konnte am 08. Oktober von den Findern wieder abgeholt werden.
 
 
#2010/31 - Emil aus Meißendorf
 
Es war wieder ein Igelbaby, das am 13.09. bei uns einzog. Emil wiegt 110g und wurde am Pferdestall gefunden.
 
Vom Entwicklungsstand passt er perfekt zum Sechstett. Wenn alles gut läuft, können sie in einem Monat entlassen werden.
 
 
Emil ist am 08. Oktober nach Bergen umgezogen, er hat Frederik und Sibille mitgenommen.
 
 
 
 
 
 
 
#2010/32 - Frederik aus Celle
 
...zog am 14.09. ein, mit einem Gewicht von 174g.
 
Er hat sich ganz toll gemacht und konnte am 08. Oktober mit Emil und Sibille zusammen in Bergen ausgewildert werden. Die Familie füttert noch eine Weile zu.
 
Vielen Dank den Findern für das Futtergeld.
 
 
 
 
 
 
 
 
#2010/33 - Gremlin aus Meißendorf
 
Auch Gremlin wurde beim Pferdestall gefunden, vielleicht ist er Emil's Bruder? 17.09.10
 
Seine 96g muß er noch ordentlich multiplizieren um es rechtzeitig vor Wintereinfall noch in die Natur schaffen will.
 
Als Gremlin sein Gewicht verdoppelt hatte, konnte er in den Freilauf umziehen. Dort entwickelte er sich gut weiter, lag eber eines Morgens tot im Auslauf. Wir haben keine Erklärung dafür.
 
 
 
 
 
 
#2010/34 - Holger aus Meißendorf
 
Das alte Männchen lag im Ort auf dem Grünstreifen auf der Seite und atmete schwer.
 
Eine Tierfreundin hat ihn nach Hause genommen und uns angerufen, am 17.09. abends haben wir ihn abgeholt.
 
720g.
Er war ausgezehrt und "nicht gut beisammen". Eine nähere Untersuchung ergab, daß er eine Verletzung im Mäulchen hatte. Seine Schnauze war stark geschwollen.
Nach erster medizinischer Versorgung ließen wir ihn auf einem Wärmekissen zur Ruhe kommen. Wir hatten wenig Hoffnung, daß er es schafft, denn sein Allgemeinzustand war nicht sehr vertrauenswürdig.
 
Holger starb dann auch leider in der Nacht.
 
 
 
 
#2010/35 - Idefix aus Meißendorf
 
18.09. - auch Idefix wurde beim Pferdestall gefunden. Er war sehr kalt und leicht dehydriert bei mikrigen 77g. Vielen Dank den Findern für das mitgebrachte Futter.
 
Nachdem er an Temperatur aufgeholt hatte, hat er ein wenig Spezialmilch getrunken und schlief dann erst mal sehr lange auf seinem Wäremekissen.
 
 
07.11. - es ist jetzt schon arg kalt geworden. Idefix hat gut an Gewicht zugenommen und ist seit Mitte Oktober im Freigehege. Er wird den Winter bei uns verbringen müssen.
 
 
 
 
 
 
#2010/36 - Jerome Nigel aus Wienhausen
 
Der kleine Mann wurde mitten im Klosterpark gefunden, er wog 181g. Am 18.09. zog er bei uns ein und wir drücken ganz fest die Daumen, daß er rechtzeitig genügend Gewicht zulegt.
 
Zwei Wochen später konnte er in's Trainingslager umziehen und mit 507g haben ihn seine Finder am 09. Oktober abgeholt und am Fundort wieder ausgewildert.
 
Vielen Dank den Findern für die Futterspende und die Haushaltstücher.
 
 
 
#2010/37 - Kohlhiesel aus Winsen
 
Sie kam am 19.09. zu uns, Gewicht 179g.
 
Das Mädel war recht kalt und schwach, und es hatten sich schon Fliegen an ihr ausgelassen. Die Fliegeneier haben wir sofort entfernt und ihr dann erst einmal auf einer Wärmflasche Ruhe gegönnt.
 
Mitte Oktober hatte sie gut an Gewicht zugelegt und es ging ihr blendend. Der Umzug in's Trainingslager stand an.
Eigentlich wollten wir sie noch in diesem Jahr auswildern, aber Petrus scheint uns nicht sonderlich zuverlässig und so verbringt sie den Winter im Trainingslager.
 
Vielen Dank den Findern für das Futtergeld.
 
 
 
 
#2010/38, 39, 40, 41, 42 - Laura, Max, Norbertine, Oskar und Portos aus Wietze
 
Die Zwerge wurden uns am 20.09. direkt nach ihrem Auffinden gebracht.
 
Gewichte: 64g, 73g, 58g, 73g, 77g und alle hatten Fliegeneier (die Flecken am Bein auf dem ersten Foto sind Fliegeneier).
 
Die Kleinen haben sich prächtig entwickelt, es gab nicht ein einziges Mal Probleme mit ihnen. Sie haben gut an Gewicht zugelegt und konnten bald in das Trainingslager umziehen.
Für Portos und Oskar war es am 09.10. soweit, die anderen drei folgten am 13.10.
 
Knapp 4 Wochen später konnten Laura, Max, Oskar und Norbertine mit Kiki zusammen zu ihren Findern zurück. Portos muß noch einiges nachholen und wird den Winter bei uns verbringen müssen.
 
Vielen Dank an dieser Stelle für die Unterstützung zum Futtergeld.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
#2010/43 - Quartermain aus Meißendorf
 
Auch Quartermain war ein Spätgeborener, er kam am 22.09. mit 117g zu uns.
 
Das Gewicht hat er schnell aufgeholt und da er strunz gesund war und das Wetter mitspielte, konnten wir ihn am 20. Oktober schon wieder zu seinem Finder zurück bringen.
 
In dem Garten werden die Igel super versorgt und es gibt immer genug Futter.
 
 
 
#2010/44 - Riedel aus Meißendorf
 
Sie kam am 24.09. und könnte ein Geschwisterchen von Ulf, Valerie und Wilfried sein. Sie wog nur 103g.
 
Riedel fraß vernünftig, nahm aber nach einer Weile ab. Trotz medizinischer Behandlung starb sie am 20.10.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
#2010/45 - Sunny aus Nienhagen
 
Sunny wurde am 24.09. gebracht, einen Tag nachdem er gefunden wurde.
 
Er wog 194g, war sehr schwach und atmete schwer.
 
Trotz medizinischer Versorgung erholte Sunny sich nicht und starb vier Tage später.
 
 
 
 
 
 
#2010/46 - Teda aus Brunsiek
 
Zwei Igelchen wurden gefunden, wir haben sie am 25.09. abgeholt, die Finder haben sich nie wieder gemeldet. So passiert es oft - abladen, die Leute sind "das Problem" los, nach mir die Sintflut.
 
Teda wog 141g und konnte drei Wochen später bei Zufütterung mit zwei weiteren Igeln ausgewildert werden.
 
 
 
 
 
 
 
#2010/47 - Udo aus Brunsiek
 
Er ist Teda's Bruder, wog 129g.
 
Udo wurde am 04.11. mit vier weiteren Igeln bei Zufütterung ausgewildert.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
#2010/48 - Vik-Thor aus Meißendorf
 
Der Knabe wurde uns am 29.09. gebracht, kurz nachdem er gefunden wurde.
 
Er war in einer Schlinge gefangen (Leute, bitte entschärft Gefahrenquellen in Euren Gärten!!!) und schwach. Er wog 174g.
 
Vik-Thor wird den Winter bei  uns verbringen müssen.
 
Danke für die Futtergeldspende, die ersten zwei Wochen waren gedeckt.
 
 
 
Wie so oft werden wir seitdem mit den Kosten alleine gelassen. Ab einer bestimmten Besatzdichte erbitten wir uns von den Findern € 10 pro Monat als Futteranteil (fressen tut der Igel weit mehr und es kommen diverse Sachen wie Wasser, Wäsche, teilweise Medizin dazu). Die meisten Finder versprechen zwar die Teilfutterpatenschaft für ihren Igel, das Gros hält sich aber nicht an sein Versprechen :-(.
Solche Aktionen verbauen uns leider ab einer bestimmten Besatzdichte die Aufnahme weiterer hilfsbedürftiger Igel, weil wir eben nicht alle Kosten aus eigener Tasche tragen können.
 
 
 
 
#2010/49 - Wickers aus Winsen
 
Das Igelchen bot einen erbärmlichen Anblick, der kleine Kerl wog 171g, zitterte, war ausgekühlt und apathisch als er am 30.09. zu uns kam.
 
Wir standen von Anfang an auf verlorenem Posten, Wickers starb am 16. Oktober.
 
 
 
 
 
 
#2010/50 - Xsi aus Celle
 
Er wurde uns am 30.09., einen Tag nach Auffinden, gebracht. Er wog 206g, war in einen (mal wieder ungesicherten) Kellerschacht gefallen.
 
Auch Xsi muss den Winter bei uns verbringen.
 
Bis Mitte Oktober war das Futter gesichert, danke dafür.
 
 
 
 
 
 
#2010/51 - Ypsi aus Meißendorf
 
Von einem Igeleinsammler gebracht.
Am 30.09. kam sie zu uns, wog 140g.
 
Die Gefangenschaft setzte ihr zu heftig zu, sie starb am 13. Oktober.
 
 
 
 
 
 
 
 
#2010/52 - Zottel aus Meißendorf
 
Auch Zottel wurde einfach so eingesammelt und uns am 01.10. gebracht.
 
Er wog 189g und konnte am 01.11. mit 400g wieder ausgewildert werden.
 
 
 
 
 
 
#2010/53 - Aisha aus Winsen
 
Das alte Mädchen wurde am 01.10. gebracht, kurz nachdem sie gefunden wurde. So soll es sein.
 
Sie wog 589g, war sehr träge.
 
Aisha war ganz offensichtlich ein altes Mädchen dem nicht mehr viel Zeit blieb. Sie hatte sehr lange Krallen die darauf schließen ließen, daß sie sich schon längere Zeit nicht ordentlich bewegt hat.
 
3 Wochen später ist sie gestorben.
 
 
#2010/54 - Bärchen-Pixi aus Buchholz
 
Das Igelmädchen wurde uns am 01.10. gebracht, am Tag ihres Findens.
 
Sie wog 168g, war eine Kellertreppe herunter gefallen und kam nicht mehr hoch (die genormten Stufen sind für kleine Igel unüberwindbar, ein Ziegelstein je Stufe löst das Problem. Oder oben an der Treppe eine Absicherung machen, daß gar nicht erst ein Igel runterpurzeln kann).
Bärchen war unterkühlt und hatte bereits Maden um den Kopf herum, im Mäulchen und in den Augen.
 
Erste Maßnahmen waren Wärme und Entfernung der Maden.
 
Die Finder wollten Bärchen zurück haben um sie selber weiter zu pflegen, sobald sie stabil ist. Gesagt, getan.
Am 12. Oktober war es soweit, Bärchen konnte mit 329g zu ihren Findern zurück, die sie am späten Abend dann auch abholten.
 
Gerade mal 6 Tage später kam Bärchen zurück, weil die Finder ein verlängertes Wochenende weg wollten. Eigentlich sollte sich jemand vor Ort um sie kümmern, da sie aber mäkelte, brachten die Finder sie zu uns. Das war eine gute Entscheidung, obwohl uns nicht klar war, warum Bärchen plötzlich mäkelig geworden war und Durchfall hatte.
 
Sie wog 409g als sie am 18.10. zurück gebracht wurde. Sie war schnell wieder auf dem Damm und konnte in's Trainingslager überwechseln. Eigentlich war geplant, daß die Finder sie nach ihrer Rückkehr wieder abholen. Nachdem sie sich nicht gemeldet haben, nahmen wir Kontakt auf. Uns kam es dann schon seltsam vor, denn irgendwie fehlte die Zeit, Bärchen abzuholen.
Als sie im Trainingslager soweit zugenommen hatte, daß sie freigelassen werden konnte, nahmen wir wieder Kontakt mit den Findern auf. Auch jetzt kam es ungelegen, und so wurde Bärchen mit 649g bei uns freigelassen.
 
So sollte es eigentlich nicht laufen, es ist aber leider gängige Praxis, daß das Interesse am Igel extrem schnell verfliegt. Für das Tier selber ist es immer besser dort freigelassen zu werden wo es gefunden wurde, weil er sich dort auskennt. Igel haben ein ausgezeichnetes Ortsgedächtnis. Leider sind uns die Hände gebunden wenn die Finder kein Interesse daran haben, die Geschichte ihres Igels zu einem guten Ende zu bringen :-(
 
 
 
 
 
#2010/55, 56, 57, 58 - Chica, Dada, Ebbo und Fuchur aus Celle
 
Dieses Igelquartett wurde am 04. Oktober Opfer von rücksichtslosen Sauberkeitsfanatikern.
 
Ein Gärtner war engagiert worden um den Garten winterfest zu machen. Ansich kein Thema, aber die Leute haben ein Igelnest ausgehoben das sie nicht, wie es sich schon alleine vom gesunden Menschenverstand her gehören sollte, wieder zu gemacht und in Ruhe gelassen haben.
Nein, die vier wurden in einen Karton verfrachtet und wir wurden angerufen. Ich stellte einige Fragen um erst einmal einen Eindruck von den Igelkindern zu bekommen um Maßnahmen mit den Findern besprechen zu können. Ferndiagnose ist furchtbar schwierig und wenn der Finder wie in diesem Fall nicht zuhört, ist es nahezu unmöglich ein korrektes Bild zu bekommen.
 
Zu meinem Entsetzen hat die Frau offensichtlich das Telefon beiseite gelegt und fummelte minutenlang an den Igeln herum ohne auf mein "stop, lassen Sie die Igel in Ruhe" zu hören. Ich hörte sie ohne Punkt und Komma auf die Igel einreden und die Kleinen waren offensichtlich so verschreckt, daß sie nicht "mitspielen wollten". Mir blieb direkt die Spucke weg!
 
Erst nachdem sie mit dem 3. Igel mehr oder weniger erfolglos durch war, nahm sie das Telefon wieder in die Hand. Sie war zu dem Schluß gekommen, daß die Igel noch geschlossene Augen haben und sprach von einem Gewicht von 100g.
"Geschlossene Augen" und "100g" passte nicht ganz zusammen, aber bevor diese Leute noch mehr Schaden anrichten konnten bat ich sie die Igel auf eine Wärmflasche zu legen und auf dem schnellsten Weg zu uns zu bringen. Das sagte sie zu.
 
Etwa eine Stunde riefen Kollegen aus Celle an. Die Leute hatten plötzlich keine Lust mehr sich um den Transport der Igel zu kümmern, nannten den Kollegen gegenüber ein geringeres Gewicht und verlangten, daß sie die Igel abholen und zu uns bringen. So viel Dreistigkeit sucht seinesgleichen!!
 
Als die Kollegen bei uns waren folgte der nächste Schreck, denn die Igelkinder hatten keineswegs geschlossene Augen und sie waren erheblich schwerer als die Frau gesagt hatte.
 
Chica - 146g
Dada - 151g
Ebbo - 137g
Fuchur - 139g
 
Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz durch das Zerstören des Nestes und wir wurden angeflunkert was den tatsächlichen Zustand der Igel angeht.
 
Diesen Kerlchen hätte das Nest wieder hergestellt werden müssen und wenn sie einige Wochen Unterstützung durch eine Futterstelle erhalten hätten, hätten sie zügig Gewicht zugelegt und hätten den Winter in der Freiheit verbringen können.
Nun war aber das Kind schon in den Brunnen gefallen und es ging jetzt um Schadensbegrenzung.
 
Die Kleinen waren dermaßen traumatisiert, daß sie lange brauchten um auf die Beine zu kommen. "Dank" dieser fleißigen, rücksichtslosen Leute müssen die Igel nun den Winter in Gefangenschaft verbringen, und Fuchur hat die Strapazen letztendlich mit dem Leben bezahlt, er starb am 22. Oktober.
 
Es will uns einfach nicht in den Kopf, wie naturfremd und -feindlich viele Gartenbesitzer sind.
 
Solchen Gartenfreunden bleibt zu wünschen, daß sie mir niemals persönlich gegenüber stehen. Sollen sie glücklich werden mit ihrem Reinlichkeitswahn und bleibt zu hoffen, daß sich niemals wieder ein Tier in diese Gärten verirrt das nicht auf der "Erlaubt-Liste" der Gartenbesitzer steht.
 
 
Chica und Ebbo müssen immer noch ein wenig Gewicht zulegen, aber Dada konnte am 23. November mit Nikita und Tula in die Winteretage umziehen.
 
 
#2010/59 - Gerda aus Winsen
 
Am 06.10. haben wir Gerda abgeholt, sie war kurz vorher im Garten entdeckt worden.
 
111g waren zu wenig, zudem war sie apathisch und es klebten einige Fliegeneier und -maden an ihr.
 
Leider kam sie nicht wieder auf die Beine, sie starb am 9. Oktober
 
Danke den Findern für das Futtergeld.
 
 
 
 
 
 
#2010/60 - Herr Bruno aus Hambühren
 
Herr Bruno wurde uns am 07.10. gebracht, kurz nach seinem Auffinden.
 
Der kleine Mann war apathisch, sehr schwach, unterernährt, dehydriert, hatte 2 seltsame blutige Stellen am Schnäuzchen und eine Fliegenmade im Schnäuzchen.
 
Es sah von Anfang an sehr schlecht für ihn aus und das sollte sich leider auch am Abend bestätigen als er starb.
 
Danke den Findern für das Futtergeld.
 
 
 
#2010/61 - Ignaz aus Meißendorf
 
Aufmerksame Mitbürger sahen Ignaz auf einem Parkplatz und brachten ihn zu uns. 210g.
 
Wieder ein Ballonigel, wir waren erschrocken über die Menge an Gas die in ihm steckte. Ignaz wog 210g, sah aber aus wie ein Igel der doppelt so viel wiegen müsste.
 
Wir haben sofort punktiert und ihm Antibiotika gespritzt. Die Überlebenschancen eines Ballonigels sollen sehr schlecht sein. Im letzten Jahr haben wir Fleur durch bekommen und so waren wir frohen Mutes, daß auch Ignaz überleben würde.
 
Zunächst sah alles sehr gut aus. Aus dem aufgeblasenen Igelmännchen wurde ein schlanker Jungigel, das Gas kam zum Glück nicht zurück. Ignaz fraß gut und nahm gut an Gewicht zu.
 
Am 30. Oktober lag Ignaz morgens tot in seinem Käfig.
 
 
#2010/62 63 64 - Juppi, Kiki und Ludmilla aus Höfer
 
Das Mädchentrio kam am 11. Oktober zu uns, sie wogen 214g, 215g und 220g.
 
Gut eine Woche später kamen die drei in das Trainingslager und am 4. November konnten wir sie schon wieder auswildern.
 
 
 
 
 
 
#2010/65 - Melba aus Buchholz
 
Das arme Mädchen kam am 12.10., sie war abends am Straßenrand gefunden worden.
 
Sie blutete aus Ohren und Nase, war unterkühlt. Wir haben ihr erst einmal ein Schmerzmittel und Notfalltropfen gegeben und sie dann gesäubert. Melba ließ alles über sich ergehen und durfte sich dann auf einer Wärmflasche ausruhen.
 
Wir haben innere Verletzungen vermutet, aber das hat sich zum Glück nicht bewahrheitet. Melba hat sich wunderbar erholt und konnte am 18.10. schon wieder abgeholt werden.
 
Danke den Findern für das Futtergeld.
 
 
 
 
 
#2010/66 - Nikita aus Winsen
 
Am 13.10. kam sie zu uns. Sie wurde im Garten gefunden und hat ein lädiertes Bein. Vermutlich muß ihr das Bein abgenommen werden, hier stehen noch genauere Untersuchungen an. 179g sind arg wenig um zu operieren, sie muß erst ein wenig zulegen.
 
Ganz lieben Dank an Isabel und Carolin, die sich an ihr Versprechen gehalten haben, uns bei den Futterkosten für Nikita zu unterstützen.
 
Unser Tierarzt möchte Nikita nicht operieren, weil das Bein durchblutet ist. So kommt sie aber in freier Wildbahn nicht zurecht, weil sich das Bein wund scheuern würde.
Nikita verbringt den Winter erst mal bei uns, und im Frühjahr sehen wir weiter.
 
Am 23. November konnte sie mit Dada und Tula in die Winteretage umziehen.
 
 
 
 
 
 
 
#2010/67 - Ophelia aus Wienhausen
 
Am 13. Oktober wurde ein kleiner Igel "platt an einer Mauer" in der 77er Straße in Celle gefunden. Ophelia war unterkühlt, sie wog 143g.
 
Leider wissen wir nicht, was genau ihr zugestoßen ist.
Helfen konnten wir ihr nicht mehr, sie starb am nächsten Morgen.
 
Vielen Dank für das Futtergeld, liebe Sarah.
 
 
 
 
 
#2010/68 - Patchoulli aus Celle
 
94g hat Patchoulli auf die Waage gebracht als er am 15. Oktober zu uns gebracht wurde von den Kollegen aus dem Waldtierheim.
 
Er war dort abgegeben worden von einer Reiterin dessen Pferd beinah auf ihn getreten war.
 
Patchoulli musste von Anfang an unterstützt werden mit u.A. Aufbaumitteln, aber wir haben ihn leider nicht mehr auf die Beine bekommen. Am 24. Oktober ist er gestorben
 
 
 
 
 
 
 
#2010/69 - Queen Rosi aus Meißendorf
 
Aus der Nachbarschaft kam am 17. Oktober ein Albino-Mädchen zu uns. Queen Rosi wog 161g und das war doch arg wenig.
 
Da die Finderin zwei Siamkatzen hat, war es unmöglich, die Igeldame zu pflegen.
 
Queen Rosi macht sich ganz gut, muß aber den Winter bei uns bringen. Im nächsten Frühjahr wird sie wieder im Garten ihrer Finderin frei gelassen.
 
Vielen Dank für das Futtergeld.
 
 
 
 
 
 
#2010/70 - Rübe aus Eicklingen
 
Rübe wurde von seinen Findern am 14.10. aufgenommen, er saß in Eicklingen mitten auf der Straße.
 
Drei Tage später wurde er uns vorgestellt, weil es ihm sehr schlecht ging. Er war sehr schwach und zittrig.
 
Leider konnten auch wir nicht mehr helfen, er starb am Abend.
 
 
 
 
 
 
 
 
#2010/71 - SSV aus Südwinsen
 
Wie sein Name schon vermuten lässt, wurde er beim Sportplatz in Südwinsen gefunden.
Wir holten ihn am 17. Oktober ab, er wog 181g.
 
Er sah schon recht putzig aus, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
 
Leider hat SSV es nicht geschafft, er starb am 26. Oktober.
 
 
 
#2010/72 - Tula aus Winsen
 
Tula ist auch eine arme Seele die beinah durch falsche Maßnahmen zu Tode kam.
 
Es erreichte uns ein Anruf, weil das Igelchen das seit 1 Woche gepflegt wurde vor sich hin mäkelte. Wir mussten noch einen Anruf erledigen und wollten uns gleich im Anschluß den mäkeligen Igel vor Ort anschauen.
Zwischen unserem Telefonat und unserem Eintreffen war eine gute halbe Stunde vergangen und die Finder hatten nichts besseres zu tun als die Igelin zu baden! Weil sie eine Zecke im Ohr hatte die sie sich nicht entfernen ließ! Uns fehlten fast die Worte.
Baden geht GAR NICHT!
Erst einmal der Stress beim Baden selber, und hinterher braucht der Igel stundenlang um halbwegs trocken zu werden. Quälerei pur, die so mancher Igel nicht überlebt.
Abgesehen davon wird es uns nie gelingen, einen Igel vollkommen zeckenfrei zu bekommen. Am Ohr sind feine Häärchen, bei Berührung wird der Igel immer den Reflex haben, sich zusammen zu rollen.
 
Tula war draußen in einem Kaninchenstall untergebracht. Geringes Gewicht + kühle Temperatur  Gefangenschaft = extrem ungünstige Konstellation. Solche Igel müssen zwingend bei Zimmertemperatur versorgt werden.
 
Wir nahmen Tula mit und kämpften eine ganze Weile um ihr Leben. Sie nahm zunächst weiter massiv ab, hatte Blut im Kot und war insgesamt dem Tod näher als dem Leben.
 
Stand 08.11. - sie wiegt jetzt 444g und nach intensiver medizinischer Maßnahmen geht es ihr soweit gut. Zuverlässig stabil ist sie aber immer noch nicht.
Wir geben sie erst wieder aus der Hand wenn sie draußen alleine zurecht kommt, d.h. sie wird den Winter bei uns verbringen.
 
Danke für die Futtergeldspende, die ersten 4 Wochen waren gesichert.
 
 
Am 23. November konnte sie mit Dada und Nikita in die Winteretage umziehen
 
 
 
#2010/73 - Undine aus Celle
 
Sie wurde am 19. Oktober von den Kollegen des Waldtierheims gebracht, Finder und Fundort leider unbekannt.
 
Undine wog bei ihrem Einzug 195g und macht sich soweit ganz gut.
 
Auch sie wird den Winter bei uns verbringen.
 
 
Foto folgt
 
 
 
 
#2010/74 - Veilchen aus Bergen
 
Das Mädchen wurde uns am Abend ihres Fundes am 18. Oktober gebracht, sie wog 563g.
 
Veilchen war apathisch und lag schlapp mitten auf der Straße.
 
Wir wüssten sehr gerne, was ihr geschehen ist. Leider ist sie am nächsten Abend gestorben.
 
 
 
 
 
 
 
 
#2010/75 - Wacky aus Höfer
 
Sie könnte durchaus ein Geschwisterchen von Juppi, Kiki und Ludmilla sein.
 
Wacky kam am 18. Oktober mit 310g. Sie tut sich erheblich schwerer mit der Gewichtszunahme und wird den Winter bei uns verbringen müssen.
 
 
 
 
 
 
 
 
#2010/76 - Xanta aus Celle
 
Sie wurde und am 27. Oktober gebracht, Funddatum unklar. Gewicht 154g.
 
Xanta verbringt den Winter bei uns.
 
Vielen Dank den Findern für die Futtergeldspende.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
#2010/77 - Yvette aus Celle
 
Yvette wurde Opfer eines Lärmschutzwalls.
 
Am 29. Oktober erhielten wir einen Anruf, im Bereich der Bauarbeiten waren mehrere Igel entdeckt worden. Es wurde um Rat gebeten, wie den Igeln zu helfen wäre, damit sie bei den Bauarbeiten nicht zu Schaden kommen.
 
Nachmittags fuhr ich bei der Familie vorbei, sie hatten einen der Igel kurz vorher einsammeln können. Eigentlich sollten die Igel in einen etwas entfernt gelegenen Garten umgesiedelt werden.
Ich schaute mir Yvette an und entdeckte eine seltsame Wunde auf dem Rücken, in der sich bereits einige fette Maden tummelten. Sie stank entsätzlich.
 
Yvette's Umsiedlung musste verschoben werden, wir haben sie erst einmal zu uns genommen.
 
Die Wunde wurde gereinigt und versorgt und das Wunder geschah - die Wunde blieb trocken und verheilte mit rasanter Geschwindigkeit, am 4. November konnten wir Yvette schon als geheilt bei ihren Findern wieder abgeben.
 
 
 
 
 
#2010/78 - Zeppelin aus Celle
 
Er kam am 4. November mit Addi zusammen zu uns, nachdem er eine Weile im Waldtierheim verbracht hatte. 220g.
 
Zeppelin ging es nicht gut, er hatte massive motorische Störungen.
 
Wir konnten ihm nicht helfen, am 9. November ist er gestorben.
 
 
 
 
 
 
 
#2010/79 - Addi aus Celle
 
Er kam mit Zeppelin zusammen zu uns. Addi war mit einem anderen Igel eine Kellertreppe nicht mehr hoch gekommen. Der andere Igel war bereits tot.
 
Addi wog bei seinem Einzug am 4. November 168g.
 
Er hat zwischenzeitlich ein wenig zugenommen, ist aber noch nicht so stabil wie wir's gerne hätten.
 
 
 
 
#2010/80 - Beta aus Winsen
 
Beta wurde am 7. November im Garten gefunden, Gewicht 219g.
 
Sie wird den Winter bei uns verbringen.
Vielen Dank den Findern für die Futtergeldspende.
 
Beta war am 31.12. soweit, daß sie in das Winterquartier umziehen konnte.
 
 
 
 
 
#2010/81 - Cilli aus Meißendorf
 
Am 14.11. erreichte uns mittags ein Anruf, beim Spielplatz war ein Igel mitten auf der Wiese gesichtet worden.
 
Cilli wiegt 932g, ist heftig unterkühlt, entsprechend schlapp und hat einen besorgniserregend dicken Bauch. Sie ist ein älteres Semester und wir hoffen, daß sie noch nicht am Ende ihres Weges angelangt ist.
 
Wir stellten sie unserem Tierarzt vor, dort bekam sie ein krampflösendes Mittel verabreicht.
Leider verstarb sie am nächsten Morgen.
 
 
 
 
 
 
 
#2010/82 - Doro-Fitti aus Eicklingen
 
Ihre Pfleger haben ihre Sache sehr gut gemacht, aber Doro kränkelte. Es wurde entschieden, daß wir sie übernehmen, aber auch wir konnten ihr leider nicht mehr helfen.
 
 
 
 
 
 
 
 
#2010/83 - Ernie aus Hannover
 
Am 20.11. kam er zu uns, nachdem seine Finder ihn schon einige Zeit "gepflegt" hatten. Der kleine Kerl wog nur 214g und hätte zwingend bei Zimmertemperatur untergebracht sein müssen.
 
Es folgten einige Telefonate, aber irgendwie wollten die Leute nicht auf das hören was wir gesagt haben.
 
Als Ernie zu uns kam, war er im lebensbedrohlichen Dämmerschlaf. Zu müde um genügend zu fressen und zu wach um richtig zu schlafen. Wobei er mit dem geringen Gewicht noch gar nicht schlafen gehen durfte.
 
Wir haben ihn zwar kurzzeitig auf die Beine bekommen, aber der Dämmerzustand hatte schon zu großen Schaden angerichtet, Ernie starb kurz drauf.
 
 
 
 
 
#2010/84 - Friedhelm aus Celle
 
Er wurde am 01.12. gefunden und nachmittags haben seine Finder ihn schon bei uns abgegeben.
 
341g brachte er auf die Waage, was bei Minustemperaturen viel zu wenig war.
 
Friedhelm macht sich gut und wir suchen einen geeigneten Garten in dem wir ihn im Frühjahr auswildern können.
 
Den Findern vielen Dank für die Geldspende, Friedhelm's Futterkosten sind dadurch komplett gedeckt.
 
 
 
 
#2010/85 - Gella aus Celle
 
Sie wurde am 03.12. gefunden und fand tags drauf ihren Weg zu uns.
 
350g wog sie nur, was bei den Wetterbedingungen viel zu wenig ist.
 
Sie ist einer unserer Wackelkandidaten und wir setzen alles dran, daß sie gut über den Winter kommt.
 
Den Findern vielen Dank für die Übernahme der kompletten Futterkosten und die Zusage, Gella im Frühjahr wieder im Garten aufzunehmen.
 
 
 
 
Igel "Burger King"
 
Das Mädchen wurde am 04.12.10 in der Nähe des Bürger Kings gefunden. Es war winterlich kalt mit geschlossener Schneedecke, keine guten Voraussetzungen für einen Stachelritter.
 
Wir haben sie am 05. Dezember abgeholt und in unserem zweiten Freigehege untergebracht. Dort hat sie sofort den isolierten Karton angenommen und schläft seitdem.
 
Für das Frühjahr suchen wir noch einen geeigneten Garten in dem sie ausgewildert werden kann.
 
 
 
 
#2010/86 - Holli aus Winsen
 
Wir haben sie in eine Pflegestelle gegeben, aber sie mäkelte arg. Also haben wir sie am 05.12. erst einmal wieder zurück genommen.
 
Sie mäkelt nach wie vor, hat aber zwischenzeitlich zufriedenstellend zugenommen und wir hoffen, daß sie den Winter gut übersteht. Im Frühjahr kann sie bei ihren Findern wieder ausgewildert werden.
 
 
 
 
 
#2010/87 - Ikarus aus Celle
 
Am 09.12., einen Tag nach seinem Fund, zog Ikarus bei uns ein.
 
Die 338g sind mittlerweile verdoppelt (Stand 31.12.), aber Ikarus kränkelt ein wenig. Obwohl bisher keine Medikamente zufriedenstellend helfen konnten, ist er stabil.
 
Däumchen drücken ist angesagt.
 
Den Findern vielen Dank für das Futtergeld für zwei Monate.
 
 
 
 
#2010/88 - Jay aus Wietze
 
Hier wieder ein Fall der uns die Haare zu Berge stehen lassen.
 
Jay wurde von einer Möchtegern-Igelretterin aufgesammelt. Zwar die richtige Entscheidung in dem Moment (354g bei Dauerfrost), aber was folgte läßt einen erschaudern.
 
Das Igelmädchen wurde schlecht untergebracht und schlecht versorgt. Als nach nur einem Tag der Finderin die Lust verging, hat sie Jay bei einer Bekannten abgeladen und ihr erzählt wir würden das Igelchen abholen. Davon wussten wir aber nichts, also verbrachte Jay noch einige Tage bei dieser Bekannten bevor sie Kontakt zu uns aufnahm.
 
Am 12.12. brachte die Bekannte Jay zu uns. Jay hat die Strapazen zum Glück soweit gut überstanden und schon einiges an Gewicht zugelegt.
 
Die Finderin sollte sich in Grund und Boden schämen und die Finger von Tieren lassen!!!
Der Bekannten danken wir für ihre Hilfe und das Futtergeld.
 
 
 
#2010/89 - Kitty aus Celle
 
Am 13.12. abends wurde sie gefunden, am nächsten Morgen zog sie bei uns ein.
 
Kitty macht sich gut kann im Frühjahr im Garten des Finders wieder ausgewildert werden.
 
Vielen Dank für die Spende, das Futter für 2 Monate ist gesichert.
 
 
 
 
 
#2010/90 - Lisa aus Faßberg
 
Hier wieder mal ein Beweis, daß jagdlich ausgebildete Hunde eben doch nicht so klar im Kopf sind wie die dazugehörigen Leute es gerne der Bevölkerung weiß machen wollen.
 
Lisa wurde mehrmals vom Jagdhund der Familie eingesammelt. Zum Glück hat sie keinen Schaden davon getragen. Auch wenn man nichts sehen kann, haben Bisse oftmals Quetschungen und Mikrorisse zur Folge. Beides ist äußerst gefährlich für den Igel.
 
Sie macht sich soweit ganz gut und wir suchen einen Garten in dem Lisa im Frühjahr ausgewildert werden kann.
 
 
 
 
#2010/91 - Milli-Willi aus Thören
 
Sie wurde am 19.12. gefunden und sofort zu uns gebracht.
 
Milli-Willi war im Dämmerzustand. Wir behielten sie einige Tage im Haus bis sie wieder richtig wach war. Dann zog sie in das Winterquartier ein in dem sie sofort den isolierten Karton annahm und schlafen ging.