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Hier erfährst Du.......................
 
.................eigentlich alles was irgendwie mit der Igelstation Meißendorf zu tun hat. Infos rund um den Igel selber, den Stand der Dinge, was wir bezüglich der Station geplant haben und allgemein alles was mit dem Stachelritter zu tun hat.
 
 
 
"Erstversorgungsanleitung"
Das ist eine äußerst schwierige Sache, denn "die" Anleitung gibt es nicht. Wir können Euch aber an dieser Stelle sehr wohl den ein oder anderen Tip geben. Es muß je nach Fundumstand gehandelt werden und schon die Erstversorgung muß stimmen damit der Igel die bestmöglichen Chancen bekommt.
Grundsätzlich sollte jeder hilfsbedürftige Igel so bald wie möglich von jemandem angesehen werden der sich mit Igeln auskennt, damit Ihr die richtigen Hilfestellungen mit auf den Weg bekommt. Viele Igel werden uns erst nach 2, 3 oder noch mehr Tagen gebracht, für viele Igel kommt dann leider jede weitere Hilfe zu spät.
 
Welcher Igel ist hilfsbedürftig?
Als Faustregel kann gelten, daß ein Igel der schneller läuft als Ihr, keine Hilfe benötigt. Wie bei jeder Regel gibt es auch schon mal eine Ausnahme, aber als Faustregel passt das schon. Selbstverständlich ist z.B. ein verletzter Igel auch dann hilfsbedürftig, wenn er schnell fortläuft.
 
Körpertemperatur
Wenn Ihr einen hilfsbedürftigen Igel aufgenommen habt, prüft zunächst seine Temperatur. Nein, nicht mit einem Thermometer. Nehmt ihn einfach auf die Hand. Ist sein Bauch kühler als Eure Hand, dann ist er unterkühlt und braucht dringend Wärme. Bitte keine Heizdecke!! Für den Anfang genügt ein Handwärmer. Das sind diese kleinen Dinger mit Knackchip im Innern. Handwärmer halten aber nicht lange warm, also dürft Ihr Euch gleich auf die Suche nach einer Wärmflasche machen. Diese muß gut handwarm sein - sowohl Handwärmer als auch Wärmflasche in ein Handtuch einschlagen, Igelchen drauf legen und mit einem leichten Tuch (Mikrofasertücher sind perfekt) zudecken. Ihr müsst aber drauf achten, daß der Igel bei Bedarf der Wärmequelle ausweichen kann, d.h. das ausbruchsichere Behältnis muß so groß sein, daß neben Wärmflasche, Futter- und Wassernapf auch genügend Platz ist damit der Igel sich neben die Wärmflasche legen kann. Solange der Igel die Wärmflasche annimmt, muß sie rund um die Uhr regelmäßig erneuert werden um eine gleichmäßige Wärme zu gewährleisten.
 
Parasiten
Während Ihr die Temperatur von dem Igel prüft, untersucht ihn so gut wie möglich. Aber bitte nicht auf Biegen und Brechen. Ist er zusammen gerollt oder rollt er sich zusammen wenn Ihr ihn untersuchen wollt, dann lasst es gut sein. Schaut ihn Euch aber trotzdem - so gut es dann eben geht - rundherum an und sucht ihn ganz besonders nach Verletzungen und Fliegeneiern-/maden ab. Sollte er Fliegeneier oder -maden haben, müsst Ihr sie sofort mit einer stumpfen Pinzette abzupfen oder mit einer weichen Zahnbürste abbürsten. Unterschätzt bitte niemals den Schaden den Fliegenmaden anrichten können. Gelangen sie in eine Körperöffnung, fressen sie den Igel bei lebendigem Leib von innen auf!! Besonders während der warmen Jahreszeit ist diese Gefahr für verletzte oder schwache Igel äußerst hoch.
 
Man kann getrost davon ausgehen, daß jeder Igel Flöhe, Zecken und Innenparasiten, also Würmer, hat. Wenn der Igel stabil ist, könnt Ihr Flöhe mit Jacutin-Spray behandeln. Das ist ein Läusespray (für Menschen) das in der Apotheke zu bekommen ist. Der Igel wird kurz damit eingesprüht, den Kopf natürlich aussparen, und schon purzeln die Flöhe. Egal wie heftig der Befall ist, sprüht ihn zumindest vorerst kein zweites Mal ein. Und ganz wichtig: auf dem Beipackzettel steht geschrieben, daß (das Kind) dann abgeduscht werden muß. Bitte macht das nicht mit dem Igel!!! Abgesehen davon, daß baden für einen Igel obermäßig viel Stress bedeutet, muß das Jacutin nicht abgebraust werden. Nutzt niemals ein Puder, da der Igel es beim Speicheln schluckt und es ihm mit Sicherheit nicht gut bekommt. Nach unserer Erfahrung ist Jacutin das allerbeste Mittel gegen Flöhe, wir nutzen es ausschließlich. Bei schwachen Igeln solltet Ihr zunächst nach Möglichkeit auf ein Entflohungsmittel verzichten. Ist der Flohbefall aber zu massiv, könnt Ihr ein Tuch mit Jacutin einsprühen und den Igel kurz darin einwickeln. Kurz. Und immer den Kopf aussparen.
Zecken entfernt Ihr bitte ausschließlich mit einer Pinzette oder einer Zeckenzange. Bitte kein Mittel zur Zeckenbekämpfung anwenden. Und geht nicht zu penibel vor - entfernt die großen/größeren Zecken die zügig zu erwischen sind. Es wird u.U. noch viele winzige Zecken geben, die könnt Ihr vorerst vernachlässigen um den Igel so schnell wie möglich zur Ruhe kommen zu lassen.
Würmer bitte nur bei massivem Befall behandeln lassen. Und wichtig: niemals (wirklich NIEMALS!!) einen schwachen oder kleinen Igel entwurmen lassen. Solltet Ihr mit Eurem Igel zu einem Tierarzt gehen, dann achtet bitte peinlichst darauf, daß der Igel NICHT entwurmt wird, egal was der Tierarzt dazu meint - er/sie kann diesbezüglich bitte gerne jederzeit mit uns Kontakt aufnehmen. Leider wird in den allermeisten Tierarztpraxen immer noch auf Verdacht entwurmt, was vielen Tieren unnötig den Tod bringt. Laßt immer erst eine Kotprobe untersuchen damit der Tierarzt die Wurmart bestimmen kann, denn nicht jedes Mittel hilft gegen jeden Wurm. Für die Kotprobe sammelt über 2 Tage von verschiedenen Häufchen ein Stückchen ein, da nicht mit jedem Häufchen Würmer/Wurmeier ausgeschieden werden. Als eindeutiges Anzeichen für Lungenwürmer wird Husten angesehen. Ein hustender Igel kann aber auch "nur" einen wurmunabhängigen Infekt haben. Oder er hat sich schlicht mal verschluckt. Und wenn er mal hustet oder einen nur schwachen Befall hat, muß nicht zwingend entwurmt werden.
 
Futter/Getränk
Bietet dem Igel Katzenfeuchtfutter an. Ein wenig Igeltrockenfutter, Haferflocken oder Weizenkeime drüber gestreut wäre als Balaststoff perfekt, ist aber für die ersten Mahlzeiten nicht so wichtig.
Als Getränk ausschließlich Wasser. Bietet keinem Igel Milch an. Weder Aufzuchtsmilch noch Katzenmilch noch Kuhmilch noch Kaffeesahne. Auch nicht verdünnt.
Wenn der Igel frisst und trinkt, habt Ihr schon viel gewonnen. Das kann sich aber auch wieder ändern, also wiegt Euch nicht zu sehr in Sicherheit.
Wenn er nicht frisst, meldet Euch bitte spätestens nach einigen Stunden bei uns (Ihr wisst ja nicht, wie lange er schon ohne Futter war, d.h. wie geschwächt er u.U. ist)
 
Sonderfall Igelsäuglinge/-babies
Auch mit knapp 200g kann ein Igeljunges noch säugen, es geht also u.U. noch nicht (zuverlässig) an Katzenfeuchtfutter. Säuglinge gehören in Fachhände, bitte haltet sie wie oben beschrieben warm und nehmt umgehend Kontakt auf zur nächsten Igelstation. Gebt ihnen allenfalls ein Schlückchen lauwarmen Fencheltee zu trinken. Das muß allerdings per nadelloser Spritze geschehen, denn Säuglinge und auch manche Jungigel trinken noch nicht aus einem Napf. Gebt auch Igelsäuglingen nicht Milch zu trinken. Keine Aufzuchtsmilch, keine Katzenmilch, keine Kuhmilch, keine Kaffeesahne, und was es sonst an Milch gibt. Es gibt nach unseren Erfahrungen nur zwei Sorten (spezielle und laktosereduzierte) Aufzuchtsmilch die von den Babies vertragen wird. Sie müssen rund um die Uhr warm gehalten und gefüttert werden. Zum Füttern gehört auch das sogenannte Toiletting, also das Massieren vom Bäuchlein damit die Verdauung angeregt wird und die Igelchen sich lösen können. Toiletting ist überlebenswichtig.
 
Und schließlich das Pflegeprotokoll. Für den Anfang genügt es, wenn Ihr die Infos auf einem Stück Papier notiert. Ganz wichtig sind die Fundumstände, denn bei manchem Igel kann die Kenntnis darüber lebensrettend sein.
 
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Unterricht
 
Wir besuchen Kindergärten und Schulklassen um den Kindern und Schülern das Wildtier des Jahres 2009 näher zu bringen.
Dazu bringen wir Fotos, selbst gedrehte Kurzfilme und Stacheln mit.
 
Lebende Igel sind nicht "im Gepäck". Sie sind dämmerungs-/nachtaktiv und lärmempfindlich. Sie am helligten Tag in eine Klasse zu nehmen hat für uns nichts mit dem Schutz dieses Tieres zu tun. Igel die wir in Pflege haben sind alt oder krank oder Babies oder halten bei uns Winterschlaf. Ihnen den Stress einer Autofahrt und den Aufenthalt in einem schon mal etwas lauten Klassenzimmer zuzumuten lehnen wir entschieden ab.
 
Seit Herbst 2009 steht uns jedoch ein Igelpräparat zur Verfügung.
 
Liebe KiGa-LeiterInnen und LehrerInnen, ruft uns gerne an und sprecht einen Termin mit uns ab.
 
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Wir suchen dringend
 
(ausgediente) Meerschweinchenkäfige ab 1,20m Länge. Ebenso (ausgediente) Hamster- und Meerschweinkäfige die wie gewöhnlich eine Kunststoffwanne haben, als Oberteil aber ein Kunststoffdeckel mit Gitter. Wer kann helfen?
 
 
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Wie sollte es anders sein, mittlerweile sammel ich Igelfiguren :-) und alles was es an Igelbüchern gibt. Einiges habe ich schon ersteigern können, einige Igelfiguren und -kerzen habe ich von meinem Kollegen bekommen (vielen Dank dafür, Torsten).
 
In dem Zusammenhang bleibt eine Frage: kann mir irgend jemand erklären, warum diese Igelfiguren grundsätzlich mindestens einen Apfel mit sich herum schleppen? Ein Stückchen reife Banane ab und an als Leckerbissen wird ganz gerne vernascht ..... aber Äpfel??? .......
Liebe Igelfigur-Hersteller. Geht doch bitte mal in Euch und überlegt, ob Ihr nicht die Förmchen ändern könnt um das Volk nicht weiter glauben zu machen, daß ein Igel Äpfel frisst. Wäre doch mal ein Vorschlag, oder?
 
In diesem Sinne, viel Spaß auf unserer Igelseite.
 
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DANKE - DANKE - DANKE - DANKE
 
Einen ganz besonderen Dank möchten wir an dieser Stelle an Antonio de Ciantis und Familie Eleonore Mittelstedt richten. Man kann sie getrost als unsere treuesten Igelstationsunterstützer 2008 bezeichnen denen wir sehr viel verdanken. Mit der finanziellen Unterstützung konnte ein Großteil des Materials für die 3er Etagenunterkunft im Garten besorgt werden. Ein Teil des Futters und der Medikamente für die Stachelbällchen kann dank ihrer Hilfe ebenfalls gedeckt werden.
 
VIELEN, VIELEN DANK!!!
 
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Gut Ding will Weile haben, Anfang Oktober 2008 ist es dann geschafft............wir haben
die 3er Etagenunterkunft fertig gebaut, sie steht nun für ihren Einsatz bereit.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Es ist mir gelungen, dieses Prachtstück im linken Bild zu ersteigern. Am 28.08.08 wurde es geliefert.
 
Eigentlich wollte ich es unserer Igelstation kostenlos zur Verfügung stellen, denn es schien perfekt für die Versorgung von kranken/verletzten Igeln die ganz besondere Fürsorge brauchen. Platzsparende Unterbringung in unserer unmittelbaren Nähe und sogar noch Platz zum Verstauen der Dinge die für die Pflege benötigt werden.
 
Leider eignet es sich aber keinesfalls für Igel, da Material und Verarbeitung arg zu wünschen lassen. Die Streben sind recht biegsam, ein Igel der Bulldozer spielt würde locker genügend Kraft aufbringen um entkommen zu können.
 
Dafür freuen sich die Schweinegeister über diese neue Unterkunft für das Winterhalbjahr im Haus.
 
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Meine Mutter meinte beiläufig, daß sie "so ein Ding wie wir draußen haben" auch für drinnen gerne hätte.
Mit "Ding" meinte sie die Etagenunterkunft :-)
 
Gesagt, getan. Anfang November 2008 ging es zum Baumarkt Material besorgen und nach einigen Tagen Sägen,
Anmalen und Zusammenschrauben war eine 2er Etage für drinnen fertig.
 
 
 
 
 
 
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Im Juni 2009 haben wir "dann doch schon" unser Igel-Präparat für den Unterricht bekommen. Schaut es Euch mal an. Mit dem Kerlchen verschrecken wir die Kinder eher :-(
 
Wie's aussieht bekommt man als Jagdgegner kein vernünftiges Präparat. Und viel länger als die zugesagte Lieferzeit mussten wir auch noch drauf warten. Wer einen zuverlässigen Präparator kennt der naturgetreue Präparate anfertigt, möge sich gerne bei uns melden.
 
Mein Kollege meint, das Präparat sieht aus wie ein Igel mit Steilheck der eine Vollbremsung macht.
 
Recht hat er, denn ein Steilheck passt super zu so manchem Automodell, aber keinesfalls zu einem Igel. Auch fletscht der normalerweise nicht furchteinflößend seine Zähne..............
 
 
 
 
 
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Hier stellen wir Euch unser Trainingslager vor.
 
 
 
 
Im April 2009, gerade fertig eingezäunt, sieht es noch ganz nackig aus.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Im Oktober 2009 haben wir über der Buschecke ein Regenschutzdach angebracht.
 
Die Igel lassen ihre bisher heiß geliebten Kartons links liegen sobald sie im Trainingslager sind, und kuscheln sich stattdessen unter den Büschen ein. Da hier auch der ein oder andere Igel überwintern wird, haben wir uns für das Dach entschieden. Macht die ganze Sache dann doch ein wenig wetterfester.
 
Links unter dem blauen Müllsack ist ein katzensicherer Futterplatz.
 
Unter dem Katzenklodach steht eine Schüssel mit Igeltrockenfutter.
 
Rechts unter dem Gitter, mit zwei Backsteinen beschwert, ist die Wasserstelle (ein Katzenklo das zum Miniteich umfunktioniert wurde). Wenn sich ein behinderter Igel im Trainingslager befindet, stellen wir lieber Wasserschüsseln auf und sichern die Wasserstelle.
 
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Wir bedanken uns vielmals beim E-Center Südwinsen, wo unsere Futterspendenbox steht.
 
Das gespendete Futter kommt unseren Igeln, unseren Vermittlungskatzen, einer Streunerfutterstelle aber auch bedürftigen Mitmenschen zugute.
 
u.a. über folgendes freuen wir uns sehr (alles in den Läden erhältlich):
Katzenfeuchtfutter - Dosen, Schälchen, Beutel
Katzentrockenfutter
Katzenstreu
Katzenleckerchen
Katzenspielzeug
Hundefeuchtfutter - Dosen, Schälchen, Beutel
Hundetrockenfutter
Hundeleinen
Nagerfutter
Nagerleckerchen
Heu
Stroh
Vogelfutter
Vogelsand
Haushaltstücher, fusselfrei
Haushaltsrollen
Mikrofasertücher (sehr beliebt bei den Igeln als Kuscheltücher)
Flüssige Waschnuß, weil die Kuscheltücher gewaschen werden müssen
Desinfektionsspray
 
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Tami auf einer im Handtuch eingewickelten Wärmflasche mit Taschentuch als "Zudecke".
 
 
 
 
 
 
 
Rita in ihrem Mikrofaserbett
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Diese Futterspendenbox steht seit dem 14. Februar 2009 im E-Center Südwinsen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Hier zeigen wir Euch einmal, was bei 35 Igeln anfällt.
 
6 Beutel verdreckte Zeitung und 1 Beutel verdreckte Tücher.
Tag für Tag 1-1,5 blaue Säcke.
 
Das ist aber nur die Ausbeute der ersten Saubermachaktion des Tages. Im Laufe des Tages werden die Unterkünfte noch mal nach Bedarf gesäubert und immer mal wieder ein Kartonhäuschen erneuert.
 
Alle 2 Wochen statten wir den Jungs von der Müllkippe einen Besuch ab, denn diese Zeitung kann natürlich nicht mehr als Altpapier verwertet werden.
 
 
 
 
 
Hier seht Ihr den Stapel Zeitungen und Tücher die wir zur Neueinrichtung der Unterkünfte brauchen.
 
Plus Haushaltsrolle für den Nestbau und als "Sabberlatz" unter die Näpfe.
 
Und dann wären da noch die Dosen und Schälchen plus Igeltrockenfutter für die Erstbestückung der Näpfe.
 
Wer noch nie einen Igel gepflegt hat kann nicht glauben, was so ein Stachelritter verputzt. Unsere Pflegestellen rufen uns nach einigen Tagen verwundert an, weil sie nie für möglich gehalten haben, daß unsere Futterangaben tatsächlich stimmen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Und so sieht es im Winter aus. Trainingslager und Etagen sind hoffnungslos eingeschneit. Zur täglichen Kontrolle wird dann eben zum Schneeschieber gegriffen.
 
 
 
 
An jeder Unterkunft haben wir solche Namenstäfelchen angebracht. Die Pflegeprotokolle bleiben im Haus, aber so haben wir zu jeder Zeit einen Überblick darüber, welcher Igel wo schläft, wann er mit welchem Gewicht aufgenommen wurde, wann er in das Winterlage übergewechselt ist und ob er ein Plätzchen für die Auswilderung hat.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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In der ersten Januarwoche 2010 staunten wir nicht schlecht, als wir unser Futterspendenhäuschen besuchten.
Das E-Center-Team Südwinsen hat zusammen geschmissen und uns einen ganzen Einkaufswagen woller Hunde- und Katzenfutter gespenden.
 
Ganz ganz lieben Dank, Ihr Lieben. Ihr seid klasse, wir haben uns wahnsinnig gefreut.
 
 
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Im Juni 2010 haben wir uns auf die Suche nach einem Platz für ein weiteres Trainingslager gemacht. Ein Fleckchen Land mit Büschen, wo wir ein Stück igelsicher einzäunen und bei Bedarf ein Regendach aufbauen dürfen. Alle Arbeit würden wir übernehmen, sowohl das Bauen als auch die Versorgung der Igel.
 
Sinn und Zweck eines solchen Freigeheges wäre es, Igel die nicht mehr rechtzeitig vor Wintereinbruch ausgewildert werden können, trotzdem eine möglichst naturnahe Überwinterung zu ermöglichen.
Wenn sie in Käfigen überwintern müssen, hinken sie ihren "wildüberwinternden" Kollegen eine Weile hinterher, weil nach dem Aufwachen erst einige Zeit im Trainingslager sein muß bevor sie auf freien Fuß gesetzt werden können.
Wenn sie im Freigehege überwintern können, können sie im Folgejahr zudem früher ausgewildert werden.
 
Man kann schon auf seltsame Leute stoßen.
Eine Familie wäre der Sache zugetan und wir möchten uns mal bei ihnen melden um die Details zu besprechen. Gesagt, getan, wir haben sofort einen Termin abgesprochen und waren Anfang des Monats dort.
 
Ein riesiges Grundstück und genügend Bäume und niedriges Buschwerk, super für ein ca. 35m2 großes Freigehege. Die Frau schien sehr offen und motiviert. Erste Zweifel kamen uns als sie stolz und sorglos erzählte, sie würde den Igeln u.a. Keks- und Schokoladenrest füttern. Ein gut gefüllter Teller der dies bestätigte, war auch schnell entdeckt. Nun ja. Unsere Bitte den Speiseplan zu ändern, da es sich dabei keinesfalls um igeltaugliches Futter handelt und den Stachelrittern dadurch sogar geschadet wird, wurde mit einem besserwisserischen Lächeln quittiert.
Ganz aus war es dann, als der Herr des Hauses nach kurzer Zeit lospolterte, daß sie sich "so ein Ding" doch nicht "antun" wollen, es würde den Garten verschandeln. Im Übrigen hätte er mal einen Igel in einem Karton gehabt, der hätte sich dort immer rausgeknabbert (wer hätte das nicht, wenn er falsch untergebracht ist?!), also hätte er ihn laufen lassen. "Der war noch klein, der ist bestimmt verreckt", meinte er wörtlich.
Das reichte uns. Die Einstellung dieser Leute war wirklich heftig. Hier würden wir niemals besonders geschützte Tiere unterbringen wollen.
Des Hausherren's Verstoß gegen das Tier- und Bundesnaturschutzgesetz war dann doch ziemlich daneben.
 
Wir haben noch zwei weitere Angebote gehabt.
Angebot 1. Vorteil: sicher vor möglicher "Fremdeinwirkung" eingezäunt und zu Fuß in 2 Minuten zu erreichen. Nachteil: reine Rasenfläche, keine Büsche. Wir wissen das Angebot sehr zu schätzen, aber schon weil der Garten eh relativ klein ist, wollen wir den Besitzern nicht noch eine Ecke abknapsen.
Angebot 2. Vorteil: naturbelassener Boden mit viel Laub (= einiges an Futtertieren zu finden), Bäume, Büsche und auch in erreichbarer Nähe. Nachteil: haben wir noch nicht ausmachen können. In Kürze folgt ein Gespräch mit dem Grundstückeigentümer und dann dürften auch bald die Bauarbeiten beginnen.